🦠 Was sind Aphthen – und warum entstehen sie überhaupt?
Aphthen sind schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut. In der Regel sind sie klein, rundlich und haben einen hellen Belag mit gerötetem Rand. Die genaue Ursache ist noch nicht abschliessend geklärt, doch es gibt einige bekannte Faktoren, die das Risiko für Aphthen erhöhen:
- Stress oder Erschöpfung 🥱
- kleine Verletzungen durch Zahnbürste, Zahnspange oder harte Speisen
- hormonelle Schwankungen oder Immunschwäche
- Mangel an Vitamin B12, Eisen oder Folsäure 🥛🧀
- genetische Veranlagung 🧬
Auch wenn Aphthen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen abheilen, sind sie für viele Betroffene sehr belastend.

💡 Was hilft bei der Behandlung von Aphthen?
Da die genaue Ursache oft unklar bleibt, zielt die Behandlung vor allem darauf ab, die Symptome zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Zum Glück gibt es eine Vielzahl an bewährten Mitteln – viele davon sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich:
Schmerzlindernde Gele oder Salben mit Lidocain oder ähnlichen Wirkstoffen können die betroffene Stelle kurzzeitig betäuben. Gerade vor dem Essen oder Schlafengehen verschaffen sie oft grosse Erleichterung. 😴
Entzündungshemmende Mundspülungen mit Kamille, Salbei oder Myrrhe beruhigen die Schleimhaut und fördern die Heilung. Für empfindliche Schleimhäute eignen sich alkoholfreie Varianten besonders gut, da sie weniger brennen. 😊
Speziell haftende Schutzgele oder Patches bilden einen Film über der Aphthe und schützen sie vor Reibung. Dadurch können die Schmerzen gelindert und die Regeneration beschleunigt werden.
In besonders schweren Fällen – etwa bei häufigen oder sehr grossen Aphthen – können auch kortisonhaltige Präparate zum Einsatz kommen. Diese sollten aber ärztlich 👩⚕️ begleitet werden.
Mein Tipp aus der Praxis: Viele Patient*innen berichten, dass das rechtzeitige Auftragen eines Gels bei den allerersten Anzeichen – Kribbeln, Brennen oder Spannung – den Verlauf deutlich abmildert oder sogar stoppt. 🧴

🚫 Was du besser vermeiden solltest
Während der aktiven Phase solltest du alles meiden, was die Schleimhaut zusätzlich reizt: scharf gewürzte Speisen 🌶️, säurehaltige Getränke 🍋, heisse Speisen oder Alkohol. Auch mechanische Reizungen, etwa durch harte Brotrinden oder grobes Zähneputzen, können die Beschwerden verstärken.

🛡️ Wie kann man Aphthen vorbeugen?
Ganz vermeiden lassen sich Aphthen leider nicht immer. Aber du kannst einiges tun, um das Risiko zu senken – besonders, wenn du zu wiederkehrenden Aphthen neigst:
Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitamin B12, Eisen und Folsäure. Das stärkt deine Schleimhäute von innen. 🥦
Pflege deine Mundhygiene gründlich, aber sanft – weiche Zahnbürsten und SLS-freie Zahnpasten sind ideal, um die Schleimhaut zu schonen.
Stress ist ein häufiger Auslöser – gönn dir deshalb bewusste Pausen, genügend Schlaf und kleine Auszeiten im Alltag. Dein Immunsystem wird es dir danken 😊.
Vermeide individuelle Trigger, wenn du welche kennst – manche reagieren auf bestimmte Lebensmittel wie Nüsse 🥜, Tomaten 🍅, oder Schokolade 🍫. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen.
Und ganz wichtig: Lass wunde Stellen im Mundraum bei Unsicherheit oder wiederholtem Auftreten ärztlich abklären – besonders wenn sie länger als zwei Wochen bestehen bleiben oder sehr häufig wiederkommen.

🎯 Fazit – Gut informiert, besser vorbereitet
Aphthen sind unangenehm – aber in den meisten Fällen harmlos. Wer seine Auslöser kennt und rechtzeitig reagiert, kann den Verlauf deutlich abmildern. Schmerzlindernde Gels, pflanzliche Mundspülungen oder Schutzfilme helfen vielen Betroffenen im Alltag. Und wer auf eine schonende Mundpflege, gute Ernährung und weniger Stress achtet, kann so auch oft vorbeugen
Wenn du häufig unter Aphthen leidest oder besonders starke Beschwerden hast, lohnt sich ein Besuch in der Praxis. Gemeinsam finden wir heraus, wie wir dir am besten helfen können – damit du wieder unbeschwert essen, trinken und lächeln kannst. 🦷 😃

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